… und bei dieser Gelegenheit zwei Bilder von Weihnachtsmärkten in Helsinki. Dort gibt es mehr so Handwerksmärkte bspw. in der alten Studentenhalle, schön im Warmen und sehr gut besucht.
Aber es gibt auch Weihnachtsmärkte draußen, mit kleinen Hütten. Auch dort viel Handwerksstände, aber auch Fisch, Glögi, Essen zum mitnehmen, wie Rentier mit Kartoffeln, Fisch, usw.. Der finnische Glühwein – Glögi - wird ohne Alkohol angeboten, aber wie immer mit Rosinen und/oder Mandeln. Preise von 1,50€ auch erstaunlich gemäßigt. Auf den Vorweihnachtsfeiern (Pikkujoulu, kleines Weihnachten) gibts den Glögi im Normalfall aber sowohl alkoholfrei (manchmal) und mit Vodka oder Rum.
Gibt mittlerweile Bilder vom Pikkujoulu im Wohnheim auf der Wohnheimseite. Dummerweise fiel das ja leider mit dem Pikkujoulu in Oulu zusammen.
Ende Dezember kommen anscheinend nicht viele Leute auf die Idee in den Zoo zu gehen, zumindest waren da sonst nur die Frau an der Kasse (haha, finnisch geredet und sogar verstanden dass sie uns nochmal darauf hingewiesen hat dass der Zoo schon um 16:00 zu macht … macht ja auch nicht viel Sinn wenn’s dunkel ist) und vier Touristen haben wir auch noch kurz gesehen.
Andreu, ehemaliger WG Mitbewohner aus Oulu ist über Weihnachten in Helsinki, und ich hatte meine Klausuren und zwei interessante Arbeitsgruppenbesichtigungen in der Physik hinter mir, sodass wir beschlossen haben mal den Zoo anzugucken, ich war selbst auch noch nicht da.
Erstmal am Kauppatori gewesen, von wo anscheinend keine Schiffe mehr zum Zoo fahren, also durch das komplexe U-Bahnnetz gekämpft
Wie gesagt, im Zoo war es jetzt nicht so voll …
Aber man hatte einen schönen Blick auf das Stadtzentrum.
Das finnische Meeresmuseum in einem irgendwie merkwürdig aussehenden Haus. Andreu assoziierte damit sofort eine Psychiatrie *g*
Und wieder fast zuhause – die weiße Kugel da rechts oben ist auf dem physikalischen Institut, die Straße ist die E75 die nahe des Studentenwohnheims verläuft.
Wie man hier sehen kann, wieder in Deutschland. Relativ müde und die Erkältung die ich seit dem Wochenende vor mir herschiebe und erstmal mit Feiern und Sauna zurückdrängen konnte ist auch mitgekommen, aber wenn man nicht reden kann, dann wenigstens schreiben …
… und für einige Leute auch letztes Wochenende in Finnland, und nicht nur für 2 Wochen Heimaturlaub, sondern erstmal für längere Zeit. Am Freitag Abend kamen Kerstin (Deutschland), Rita (Portugal), Pascal (Frankreich), Jiri (Tschechien), Jasmin (Deutschland) und Andreu (Spanien) am Bahnhof an. Andreu und Jiri waren bei Pascal in Espoo untergebracht, der Rest bei mir, der Flur ist ja groß Das ganze trotz Klausuren am Anfang der Woche bei Pascal und mir, aber erstaunlicherweise dann doch beide bestanden, zumindest ich. Freitagabend dann erstmal die ‘berühmte’ 5€ Pizza mit einem Durchmesser von ungefähr einem halben Meter in der Frederikinkatu, noch einen Ausflug nach Kamppi, Eis gegessen, Bier gekauft, und letzteres dann ‘zwecks Kühlung’ durch die halbe Innenstadt bis zu Tuomiokirkko geschleppt und vernichtet. War vielleicht nicht der wärmste Platz, die Treppen dort, und sonst war da auch niemand da. Auf dem Rückweg konnte Andreu noch vor einem Dessousladen demonstrativ staunen, vor dem Lux standen irgendwie nur komische Leute, aber dann fanden wir noch eine Art irish Pub mit Livemusik direkt gegenüber.
Am Samstag kam dann noch Zuzan (Slowakei) mittags in Helsinki an, die ganze Truppe war dann in Helsinki unterwegs, Weihnachtsmärkte abklappern und dann auch irgendwann Essen für die Spinatlasagne am Abend kaufen. Ich versuchte dann während der Zeit mich ein wenig mit Quantenfeldtheorie auseinanderzusetzen und abends kamen dann alle sieben zu mir in die WG in Kumpula.
Nach Anreise, schlafloser Nacht, Spinatlasagne, ‘nem knappen Kilo Salzkringel, rumlaufen in der Stadt und Glögi alle ziemlich müde, was aber irgendwie hielt das auch niemanden davon ab sich schon vorzeitig schlafen zu gehen oder den Abend schnell zu Ende zu gehen zu lassen. EILC-Familie halt wie Jasmin schreibt …
Am Sonntag dann ein Besuch der Felsenkirche, und da das Wetter gerade passend war einmal auf den Olympiaturm.
Danach eine sehr lange Verabschiedung von Zuzan, sie hatte ihren Flug am Nachmittag, und die Straße Richtung Bahnhof war sehr lang und gerade … Wir gingen dann Richtung Westen, zum Sibeliuspark mit Sibeliusdenkmal.
An der Ostsee dann richtig Sonne !
Ich fuhr dann zurück nach Hause um ein bißchen für die Klausur zu lernen, die anderen gingen in der Hoffnung Eichhörnchen zu sehen nach Seurasaari, wo allerdings anscheinend irgendeine Art Volksfest stattfand, mit sehr vielen Besuchern (ok, war ja auch Sonntag), Pulla umsonst, aber dank der Menschenmassen dann doch keine Eichhörnchen, selbst den dreisten Seurasaarieichhörnchen schien das zu viel zu sein.
Abends wieder die Runde in meiner WG, Rita kochte einmal minimalistisch, aber natürlich wie immer sehr gut. Da sie nächsten Tag frühmorgens von Tampere aus Richtung Heimat aufbrechen wollte, wurde abends dann noch in der Stadt weitergefeiert und die Nacht durchgemacht, die 2-3 Stunden möglichen Schlaf wurden als kontraproduktiv betrachtet. Nach Diskussionen über Tierlaute
in verschiedenen Sprachen und nach einem Lied von Andreu
war der Sonntag dann auch vorbei … leider
Ich versuchte mich derweil schlafenderweise auf die Klausur vorzubereiten – was trotz Übermüdung und reichlichst mangelhafter Vorbereitung (bin nicht mehr dazu gekommen die Übrungszettel nochmal durchzurechnen … nochmal die die schon anderen Sachen vorher zum Opfer gefallen waren) erstaunlicherweise doch letztendlich noch zu einem Bestehen führte.
Zu einem der besten Wochenenden demnächst nochmal mehr. Bilder gibts unter Freitag und Sa/So und ein Video mit einer ‘musikalischen’ Einlage von meinem ehemaligen WG-Mitbewohner gibts hier. Dass das ein Wochenende mit den (Sprachkurs-)leuten aus Oulu war, bedarf dank des Attributs ‘einem der besten’ wohl keiner weiteren Erläuterung
… nach zwei Wochen mal wiedergesehen. Der spanische Mitbewohner musste direkt nachm Aufstehen erstmal die “Balkontür” aufmachen und genau gucken *g*. Zuletzt von Oulu aus Anfang Dezember gesehen, da ist dann das halbe Wohnheim erstmal wie blöd nach draußen ‘gerannt’, weil man die Sonne an den Spitzen der Bäume sah – ok, da ist das ja nochmal seltener.
Nach den paar Tagen in Lappland gleich die Chance nutzen und in Oulu ausm Zug raus, die Stadt mit den breiten Fahrradwegen und den dazugehörigen Brücken – für die darübergehenden Straßen. Auch hier natürlich kein Schnee, 3 Stunden von Rovaniemi grob Richtung Süden, also bis auf zusammengefahrene Schneehaufen nix. Bei +5°C auch nicht anders zu erwarten.
Also vom Bahnhof erstmal in Richtung Yliopistokatu 16, wo ich auf dem berühmten Sofa von Franks WG einige Tage verbringen will. Vom Bahnhof die gut 5km zu Fuß, die Ruhe nach mehreren Tagen mit viel Reden genießend, einfach draufloslaufen, wissend welche Abzweigung im Hochhausviertel zu nehmen, über den aufgestauten Fluß am beleuchteten Kraftwerk vorbei, am wie ein Ufo im Nebel aussehenden Wasserturm. Irgendwie immer noch ‘zuhause’, so krank sich das auch anhört.
War relativ ‘lebendig’ in der WG, weil ein Großteil der WG ein Projekt beenden musste, nur 4 Stunden pro Nacht die Woche schlief und ich im Flur dann von nächtlichem Kaffeekochen profitieren konnte. War in der Situation erstaunlich wenig störend, einfach Kaffee mittrinken und sich den schönen Dingen des Lebens zuwenden, bspw. dem Plural im Finnischen. Sogar einiges geschafft. Das heißt beim Plural in der finnischen Sprache allerdings nicht unbedingt, dass man jedes Wort in den Plural setzen könnte. Wäre ja auch zu schön.
Am ersten Tag erstmal eine Runde durch Oulu, von Linnanmaa nach Nallikari, da bis es nicht weiter mehr südlich geht wegen dem Ölhafen, auf die andere Seite der Insel, hoch bis zur Brücke nach Pikisaari, und zum im Winter nicht ganz so sympathisch aussehenden Bibliothek und Theater, a.k.a. Atomkraftwerk.
Nun die schöne Papierfabrik und ihre Nebelfahnen im Rücken noch ein Blick gen Pikisaari … eine kleine Insel mit vielen kleinen Holzhäuschen, …
Im Park mit den vielen kleinen weißen Brücken, Hupisaaret, dann eine Überraschung: Da wo im Sommer schöne Springbrunnen waren, war jetzt noch nichtmal mehr Wasser. Ungewohnt.
Später am Nachmittag wird das ganze dann ein wenig interessanter beleuchtet:
Und es ging weiter, oder zurück Richtung Innenstadt, Rathaus, Essen … Die Tage in Oulu waren merklich länger als in Korvala, aber auch dort fängt die Dämmerung um 14:00 schon merklich an, wenn man nicht sagen will dass das der Fall sei gegen 12 wenn es nicht mehr merklich heller wird …
So wie man ihn aus Helsinki gewohnt ist, andauernder Regen, nicht sonderlich viel und nicht sonderlich störend (zumindest mittlerweile nicht mehr, weiß nicht wie man das ohne ‘Gewöhnungsphase’ sehen würde). Noch mal den kleinen Jungen auf der Mauer besuchen …. noch etwas essen, mit dem deprimierenden Erlebnis noch nicht einmal verstanden zu haben was die Frau hinterm Tresen wollte als sie fragte ob man dort essen will (‘syötkö täällä ?’) - in dem Moment irgendwie einfach nicht drauf gekommen, obwohl es ja eigentlich das trivialste und vorraussehbarste war, alle Vokabeln seit Monaten bekannt sind und die Oululaisier ja eigentlich recht schönes Finnisch sprechen - und zurück nach Linnanmaa. Insg. mehr als 20km in mehr als 6 Stunden, viele Fotos, einiges Wasser von oben, …
Einmal ein Foto von meinem alten ‘Zuhause’, YOK18. Im Sommer sah das so aus.
und die Straße die einmal um das Univiertel führt …. ein Teil meiner alten Laufstrecke dort.
Auch am zweiten Tag leichter Nebel … wie schön wär das nur mal unter Null gewesen …
Auf meiner alten Laufstrecke entlang des Sees nördlich von Linnanmaa …
Donnerstag abend so wie in Hki viele der Austauschstudenten im Onnela, einer Disko, die auch schon während des Sprachkurs oft besucht wurde. Die Leute aus Helsinki überlegen warum das Onnela in Hki irgendwie nicht so schön ist wie das in Oulu: Assoziationen mit dem Sommer, mehr bekannte Leute, kleinere Stadt, netteres Ambiente, mehr Einheimische, kleinere Räume, dafür mehr, … ? Jedenfalls n schöner Abend
Und wie auch schon im Sommer mache ich mich zu Fuß auf den Rückweg in die YOK. Nachts mittlerweile sogar unter Null, klarer Himmel, wenig Wind, das Wasser vermutlich wieder teilweise am Gefrieren und schön knirschende Eisschollen die noch aus der kalten Zeit übriggeblieben sind.
Der Marktplatz (zum Vergleich, im Sommer mit Leuten, gegen 23:00):
Die Papierfabrik – ich weiß nicht ob das wirklich nötig ist sie so extrem zu beleuchten, aber sieht ja schön aus.
Und wieder durch Huupisaaret mit vielen kleinen weißen Brücken, im Sommer gabs hier leckeres Salmiakeis, nun war ich fast alleine im ganzen Park.
Freitagabend, immer mehr Leute aus dem Sprachkurs kommen an und sammeln sich in Gernots und Andi’s WG. Selbst wenn es sich diesmal noch in Grenzen hält, immer wieder erstaunlich wieviele Menschen in diese 4er WGs reinpassen.
Samstägliches EILC-Mittagessen in der Mensa. Das Essen ist hier wie gesagt in den Mensen allgemein so gut, dass man sich da auch zu solch besonderen Anlässen gut treffen kann. In Heidelberg wär das vielleicht was anderes.
Italienisch, ungarisch, portugiesisch, spanisch, französisch deutsche Planungsrunde. Letztendlich dann spazierengehen, plätzchenbacken, Räume dekorieren, einkaufen …
Zwanzig nach drei (nachmittags)Â ist das fotografieren schon nicht mehr einfach. Und die Kamera produziert bei ISO400 schon reichlich verrauschte Bilder ….
Samstag abend Pikkujoulu in der Wohnung von Kerstin, Jasmin und Mitbewohnerinnnen … eine finnische Tradition von November bis Januar. Sowas wie Weihnachtsfeiern in Deutschland, nur hier vielleicht ein wenig exzessiver.
Bis auf 3 Leute waren alle Teilnehmer des Sprachkurses wieder da
Die WG hatte alle Zimmer mehr oder weniger auf den Kopf gestellt, Kekse gebacken und dekoriert … und jeder bringt irgendetwas mit, natürlich. Pizza, Pfannkuchen, …  und massenweise Glögi, finnischen Glühwein, der im Allgemeinen alkoholfrei verkauft wird.
und dann …
Und dank Jiri der sich gerne verkleidet dann sogar Joulupukki mit Geschenken. Anscheinend eine sichtlich gelungene Überraschung, wenn man sich die Gesichter oben anguckt
Hei Kerstin, willkommen im Club: “Meine Eltern haben mir Unmengen Alkohol mitgebracht, und ich weiß nicht wohin damit.”
hmja, das hat wlan, mehrere Monitore, einen davon mit 640×480, eine merkwürdig ‘drehbare’ ’Tastatur’, eine Kamera, einige Freiheitsgerade bzgl. Verdrehungen, passt in die Hosentasche, kostet momentan theoretisch soviel wie ein Mittelklassewagen … und telefonieren kann man damit auch.
Dank Jasmin auch mal n Foto mit mir drauf …
Das berühmte Sofa in Franks WG am Tag meiner Abreise. Sehr berühmt unter Austauschstudenten, da es extra für das Sofa eine Einweihungsfeier gab auf der jeder einmal Probesitzen musste, wobei fotografiert wurde und an der Wand nun ein langes Sofapanorama hängt … mit vielen Leuten. Eine große Ehre.
und zurück in Hki …
Am 28. November fuhren wir mit einem Nachtzug von Helsinki nach Rovaniemi, um dann dort nach kurzem Zwischenstopp mit dem Bus ca. 80km weiter zu unseren Hütten in Korvala/Tiainen weiterzufahren. Wie sich schon vorher im Wetterbericht abzeichnete, hielt sich der Schnee und Kälte in Grenzen. Die Zugfahrt war recht angenehm und die Schlafwagen mit richtigen Betten incl. Bettwäsche und Handtuch. Jede Kabine klimatisiert und sehr ruhig, wenn man mal von den Insassen teilweise absieht. Und das Ganze für gut 5€ mehr, deutlich angenehmer als die Fahrt im August von Oulu nach Helsinki sitzenderweise.
Der Rovaniemi-Schriftzug am Bahnhof machte schonmal einen passend sympathischen Eindruck von Rovaniemi wie wir im EILC Kurs im August hatten … Wenigstens auf der Tür zum Bahnhof gab’s Schnee, und auch in einer Ecke vom Bahnhof wurde welcher gefunden.
Nach kurzer Pause im Bahnhof gings zu einem Supermarkt in dem wir uns mit viel zu viel Brot, Obst und teilweise auch Alkoholika eindeckten. Dann erstmal auf zum Weihnachtsmanndorf, in dem derselbe eigentlich nicht hätte sein dürfen, da er in Helsinki den Weihnachtsmann eröffnete, aber das war dem aus Rovaniemi nicht bekannt  Das Dorf sah ähnlich aus wie im Sommer, die gleiche schreckliche Musik, nur nun gab es auch drei Schneemänner, und eine blaue Lichterkette entlang des Polarkreises – toll.
Natürlich auch wieder im Postamt gewesen, diesmal aber die Postbeamtinnen mit roten Zipfelmützen fotografiert … Im Gegensatz zum Sommer gabs diesmal dort kästenweise Post an den Weihnachtsmann, der anscheinend für viele Länder am Nordpol wohnt, der aber in Finnland liegt – nunja. Die Finnen dagegen schrieben eher an ihren Joulupukki in 99999 ‘Polarkreis’. Kommt anscheinend eh alles an, wird in Kästen sortiert und dann irgendwie weiterverarbeitet, zumindest lagen da auch Kästen mit geöffneten Briefumschlägen rum.
Als wir ankamen hatten wir wenigstens noch Schneematsch, der allerdings dann die folgenden Tage durch Regen auch immer weiter minimiert wurde. Durch leichten Nachtfrost war das ganze dann aber doch hin und wieder spannend, inbesondere auf dem See bildeten sich interessante Strukturen.
Die Tageslänge mit vier Stunden war deutlich kürzer als in Helsinki und gewöhnungsbedüftig. Wenn man nachmittags um 3 bei kompletter Dunkelheit schon auf das Abendessen um sieben wartet und dann erstmal n paar Scheiben Brot isst – nix zu tun, draußen stockfinster, eh zuviel Brot da, und Finnisch lernen war irgendwie auch nicht drin …
Trotz suboptimaler Schneeverhältnisse sind wir dann nach Pyhä zum Skifahren gefahren. Vorher noch richtig ekelhaft touristische Huskies und Rentiere geguckt – Schlittenfahren war dann aber wegen dem Wetter natürlich nicht möglich. Der ’Berg’ in Pyhä ist ca. 600m hoch, und die Piste bestand nicht komplett aus Eis, neben der Piste konnt man sogar recht weit in den Schnee einsinken, die Eisschicht oben drauf war noch nicht tragfähig, zumindest nicht für so schwere Leute wie mich. Langlaufskifahren war nicht möglich, deshalb war die Hälfte der Gruppe wandern, ohne großen Plan, aber doch mit teilweise netten Runden. Die deutsche Physikerfraktion war fast geschlossen unterwegs, dabei 2 Rumänen, die erst nachdem sie wussten dass wir Physiker sind irgendwie Vertrauen in unseren Orientierungsinn hatten … was auch immer das miteinander zu tun hat.
Abends dann wie jeden Abend Sauna und Baden im See, ein Loch wurde durch ein Umwälzpumpe immer eisfrei gehalten und war sogar beleutet. War sehr angenehm, war auch wenig Wind, und die Sauna schön warm, keine kalten Füße o.ä.
Vom eigentlichen Programm blieb dank Wetter nicht viel übrig, so waren wir am nächsten Tag wandern, und sahen von einem Hügel gegen Mittag auch direkt die Sonne durch die Bäume. Ingesamt war dort der Wald allerdings noch relativ klein, da die Besitzer der Hütten, bzw. deren Vorfahren angefangen vor ca. 100 Jahren das Holz zum Hausbauen und heizen nutzten. Damals war Korvala eine der vielen Zwischenstationen auf dem weg zum Eisfreien Nordmeer, insbesondere um die Pferde zu wechseln/unterzustellen. Die schafften dort im Norden ca. 10km am Stück, im Süden Finnlands waren es angeblich 25km, was am Abstand der doch teilweise recht unmotiviert aussehenden Dörfer/Häuser zu erkennen sein soll.
Drei Physiker aufm Eis. Nach dem Wandern lagen wir da ne Weile rum, guckten uns Luftblasen im Eis an, machten Versuche zur ‘Impulsübertragung’. Interessanterweise waren während dieser Zeit wenige (keine/r) der anderen auf dem Eis, die gingen nur am Ufer längs. Aber unsere Gruppe aus sechs PhysikerInnen hatte hatte spätestens da ihren Ruf weg, neben der Tatsache dass wir abends höchstens mal ne Viertelstunde im Gemeinschaftsraum zu sehen waren und nach der Sauna da auch immer wieder schnell weg waren.
Eisangeln ist furchtbar aufregend, interessant, spannend und man weiß garnicht wohin mit den Fischen.
Nochmal Mittagssonne ….
Hütte mit Bewohnern …
Rovaniemi ohne Schnee. Eigentlich hatte ich auf Schnee gehofft, die Stadt selbst war nicht so schön im Sommer. Mit Schnee wär’s ja vielleicht gegangen … Milch gab’s in einer Pizzaria in Colabechern …
Die Abfahrttafeln im Bahnhof in Rovaniemi sind schon schön übersichtlich. Aber erstmal ging es dann ja noch nicht nach Helsinki, erstmal nur drei Stunden bis Oulu.
Heute ist der finnische Unabhängigkeitstag, 89 Jahre unabhängiges Finnland wurde gefeiert. Die Studentenorganisationen hatten einen Fackelmarsch vom Soldatenfriedhof über die Mannerheimintie (da mal mitten drauf längszulaufen ist doch mal was), Pohjoisesplanadi, an der Presidentinlinna vorbei, wo die Präsidentin vom Balkon aus winkte, zum Platz vorm Dom.
(Man sieht vielleicht einen typischen Brauch am heutigen Tag, jeweils 2 Kerzen pro Fenster)
Dort gabs dann einen Chor(kurzes Video) und Reden auf Finnisch und Schwedisch. Bilder in Gallerie
Bis nächsten Mittwoch kann man noch bei YLE in den Nachrichten von heute (ke 20:30 uutiset) die Präsidentin bei einer relativ untypischen Beschäftigung in Finnland, dem Händeschütteln, für einige Minuten zugucken, kommentiert jeweils wer das ist der da als Gast im Präsidentenpalast als einer unter 2000 den Teppich entlangläuft. Angeblich verfolgen ein Großteil der Finnen dieses ‘Spektakel’ im Fernsehen ab 18:00.