Ich bin heute morgen auf einer Versteigerung der Polizei gewesen, zusammen mit einem Mitbewohner und einer Mitstudentin. Wenn man finnische Zahlen üben will ist das richtig gut, ansonsten waren die Fahrräder nicht ganz billig oder totaler Schrott, aber wenn man ein billiges Handy braucht, dann wäre man da bestimmt fündig geworden, einzeln gab’s die nicht, nur 3-4 in einer kleinen Plastiktüte, aber insbesondere die nicht-nokia und nicht-erikson-Telefone waren billig – die wurden auch gesondert versteigert, die beiden anderen Marken wurden hin und wieder auch in einer Tüte gemischt angeboten
Komplette Kisten mit irgendwelchen Büchern, Schmuck, Klamotten, … gab’s auch, zwischendurch hatte dann einer immer Zeit ein neues Fahrrad zu holen und zu präsentieren.
War doch ne gute Idee damals zu planen das Fahrrad aus Oulu im Zug mitzunehmen, hätte ich mir nur nicht klauen lassen dürfen …
Der Staub nervt übrigens immer noch … hier auch mal ein englischer Artikel, ein aktuellerer finnischer.
Beispielbild:
(Überschrift scheint finnisches Äquivalent zu ‘zum ersten, zum zweiten, zum dritten’ zu sein.)
Ich wollte da noch was zu schreiben, und so langsam muss ich das mal machen, sonst wird das garnichts mehr. Vor mittlerweile drei Wochen war in Lahti Skisprungweltcup, Wettbewerbe für nordische Kombination und Sprint. Da Lahti nur eine Stunde mit dem Zug entfernt ist und ich und zwei Mitbewohner noch nicht auf einer solchen Veranstaltung gewesen waren, fuhren wir das uns mal angucken, auch wenn keiner von uns so wirklich Interesse am Sport selber hatte …
Als wir ankamen war es sehr neblig, aber es lag noch deutlich mehr Schnee als in Helsinki. Der beginnende Frühling im ‘Süden’ war auch der Grund warum wir alle nicht mehr ganz in Winterkleidung da hinfuhren, im Nachhinein natürlich dumm, wie wir gleich beim Aussteigen aus dem Zug feststellten
Im Hintergrund wäre ohne Nebel einer von zwei hohen Sendemasten zu sehen gewesen, von daher ist es schon sinnvoll vor herunterfallendem Eis zu warnen. Warum man dann allerdings zwischen Schild und Turm einen Parkplatz hat …
Da oben kamen uns dann zwei sich unterhaltende Jogger entgegen. Ich überlegte was das wohl für eine Sprache war … eindeutig kein Deutsch, kein Finnisch, kein Englisch, kein Französisch – waren dann doch Österreicher die deutsch geredet haben, unser WG-Österreicher wusste am nächsten Tag dann auch irgendwie dass das österreichische Sportler von den Wettkämpfen gewesen waren.
Wie gesagt, da lag noch mehr Schnee und zwischendurch hatten die wohl auch deutlich mehr Schnee als in Helsinki – liegt halt nicht an der Ostsee.
Während der Sprintwettbewerbe waren die Skischanzen noch nicht komplett sichtbar, änderte sich glücklicherweise mit der Zeit.
Sehr auffällig war, dass nach dem Finale der Frauen, bei dem Finninen die ersten beiden Plätze belegten es deutlich leerer wurde … der darauf folgende Männersprint war auch sehr norwegisch dominiert und Finnen gab’s da wenige.
Zwischen den Wettbewerben, sowohl zeitlich, als auch räumlich – die Stände waren natürlich am Weg vom Stadion zu der Skischanzen aufgestellt, konnte man sich dort in Zelten aufwärmen, in denen sich (meist) besoffene auf der Bühne im Rahmen eines Unterhaltungsprogramms lächerlich machen durften, oder aber auch mal wieder Muikut essen. Das sind kleine, ganze Fische in Butter und vermutlich Mehl angebraten. Eine solche Portion ist schon relativ sättigend.
Insgesamt sehr beliebt der Stand …
Danach ging’s mit Skispringen weiter. Noch relativ wenige Zuschauer …
Das deutsche Fernsehen – sonst habe ich da keine Fernsehsender mit ähnlichem Aufwand/Zelt gesehen …
In den Pausen mussten natürlich die kleinen Tannzweige die auf der Piste bei entsprechenden Weiten zu finden sind erneuert werden – wenn gerade keine Testspringer die Schanze ‘sauberfuhren’ oder was auch immer.
Gegen Ende des Mannschaftsspringens wurde es dann doch auch hier ziemlich voll. Und natürlich auch ziemlich laut wenn bspw. Janne Ahonen sprang.
Zum Abschluss gab es ein Feuerwerk, wo wir aber schon auf dem Weg zum Bahnhof waren um den Zug dann doch zu verpassen
Heute ‘nur’ 10°C plus im Gegensatz zu den 15°C gestern, aber trotzdem sehr warm. Der Staub nervt immer noch, nachdem man ich zum Einkaufen an der E75 längsgelaufen bin konnte ich mir erstmal das Gesicht waschen. Um dem entgegenzuwirken werden die Straßen hin und wieder mit Tanklastern beregnet …
Auf meiner Laufstrecke heute immer noch Schnee gesehen …
Und wie so oft führt auch hier ein Teil des Weges unter Hochspannungsleitungen durch:
Ja, und irgendwann nochmal was zu dem Lahtiausflug schreiben, nächste Woche geht es nach Russland …
Gibt ja noch nicht viele Bilder aus der Uni selbst hier im Blog, man kommt sich ja auch immer ein wenig blöd vor da Fotos zu machen. Aber mal anfangen das zu ändern … Die Bilder in diesem Post sind alle von einer Art Balkon der auf einem Hörsal ist, der wiederum halb frei in der großen Innenhalle steht. Unter dem Hörsaal gibts eine Art Cafeteria, da gibts Kaffee, Tee, Brötchen, Joghurt usw …
Das Gebäude ist grob gabelförmig mit 3 Zinken aufgebaut. Hier der Blick in einen der ‘Zinkenzwischenräume’. Alles überdacht, allso alles innen. Vor diesen 3 ‘Zinken’ ist der Eingangsbereich und dort steht auch das Ding von dem die Fotos gemacht worden sind.
Die Stockwerke sind sowohl über normale Treppen an den Seiten des Gebäudes als auch im Eingangsbereich durch Brücken und größere Treppen verbunden. Die Brücke die dort gerade nach links zu sehen ist führt zum einen zum dem oben genannten Hörsaal, wie auch zur Bücherei.
Unsere montagliche Runde zwecks Statfys-Zettel rechnen … nicht immer erfolgreich
In ganz Finnland ist es warm, hier heute bis 10°C. Überall Leute unterwegs, an der Brücke in Vanhakaupunki ( 60°12’48.55″N, 24°58’57.53″O ) spielten Leute Mölkky, auf dem vor kurzem noch als Eishockeyfeld genutzten Platz auf der anderen Seite der E75 vom Studentenwohnheim aus Boule. Die Badestelle an der Vantaa wurde schon genutzt, aber ich glaube das hat noch nicht so viel mit dem Frühling zu tun, schließlich schwimmt da noch eine Menge Eis Auf den Felsen dort sonnten sich Leute, ziemlich ungewohntes Bild
Panorama von ‘einem kleinen Stein‘ an der Vantaa aus. (Panorama ist groß!)
( 60°13’39.69″N, 24°59’3.18″O, Blickrichtung Süden )
Ja yksi linki: Selkouutiset – “Selkouutisissa käytetään helpotettua kieltä, peruskielioppia ja perussanastoa, jota on helppo ymmärtää.”
Links normaler Gehwegzustand, rechts gefegt. Aber nicht von rechts nach links, sondern rechts alles auf einen Haufen geschoben, und links der ungefegte Normalzustand. Dadurch dass es immer wieder neue Eisschichten und somit auch immer wieder erneutes Streugut auf der Straße und den Gehwegen gab, sammelte sich da einiges an. Durch die hohen Temperaturen momentan war das alles schnell weg, alles ist trocken, und die Steinchen sind immer noch da, insbesondere auch ihre schon kleingefahrenen Vorgänger. Deshalb hat Helsinki momentan eine relativ starke Staubbelastung zu vermelden. (war glaubich auf hs.fi eine Meldung, finde die aber nicht wieder – neue meldung hier)
Hier in Finnland sind heute Parlamentswahlen. Und der nach einer Stunde Badmintonspielen war es draußen deutlich weißer als vorher. Doch nicht so ganz Frühling.
Normalerweise ist heute keiner der ‘vielen’ Flaggentage zu Ehren einer berühmten finnischen Persönlichkeit, aber aufgrund der Wahlen wohl doch geflaggt. Kommt in letzter Zeit oft vor, letzte Woche auch weil der estnische Präsident auf Staatsbesuch war.
Normalerweise wehen da die Fahnen der Uni, heute halt die offizielle Fahne. Die erkennt man übrigens an dem roten Quadrat wo die beiden blauen Linien sich schneiden und dem darin befindlichen finnischen Wappen. Die Flagge darf aber nur von offizieller Seite genutzt werden.
PS: Wenn man ‘chaotisch’ in einem deutsch-finnischen Wörterbuch bei ‘K’ im deutschen Teil nachguckt, dann hat man offensichtlich schon ziemlich n Schaden weg. Deutsch ist da halt auch irgendwie unlogisch, wie immer.
Letzte Woche mal in der Unibibliothek im Zentrum gewesen, direkt neben dem Dom. Dass sie dem wiki Artikel nach mittlerweile Kansalliskirjasto / Nationalbibliothek heißt passt dann auch wieder zu der Innenausstattung
Das ist der erste Raum nach dem Eingangsbereich, von dem links und rechts Türen zu Leseräumen sind, mit der Bitte, dass die Touristen doch draußen bleiben. Wir waren da ja zum einen nur halbtouristisch, zum anderen bin ich oben über die Empore in einen der Leseräume und habe das Schild dann erst hinterher gesehen.
Ich war dort mit einem Mitbewohner, und anscheinend sahen wir so touristisch aus, dass eine ältere Bibliothekarin auf uns zu kam und anfing uns zu erzählen dass die Säulen aus ‘gemaltem Marmor’ sind, der Boden aus Dolomit. So touristisch sahen wir dann wohl doch wieder nicht aus und trotz gutem Willen unsererseits hatte ich keine Idee was sie auf finnisch so erzählt hatte. Wenigstens das ‘Wir sprechen wenig finnisch / Welchen Sprachen sprecht ihr ? / Wir sprechen deutsch, englisch, französisch’ ging dann ohne Probleme auf finnisch – wäre ja auch schlimm wenn nicht. Sie war froh mal wieder Deutsch reden zu können und erzählte uns weiter dass die Köpfe der falschen Marmorsäulen im Moment wegen den UBahnarbeiten unter der Stadt in Plastik eingepackt sind, ein grünes Netz unter der Glaskuppel im dahinterliegenden Raum notfalls das Schlimmste verhindern soll.
Dort im zweiten Raum ist dann auch der Großteil der Bücher, sehr vielsprachig und beispielsweise sehr viele Geschichtsbücher auf Deutsch, sowohl aus Ost und Westdeutschland. Irgendwann nochmal dahin, mit mehr Zeit, und den Pullover gleich draußen lassend, ziemlich warm da.
Falls ihr euch mal gefragt habt, wieviele Titelzeilenbilder es hier im Blog gibt, hier sind alle auf einen Blick.
Das außergewöhnlich warme Wetter war auf hs.fi heute sogar die Titelüberschrift wert: hier. Über 10 Grad in Vantaa. Und meteorologisch bedeutet eine Durchschnittstemperatur über den Tag von über Null grad offensichtlich Frühling – so fühlt sich’s draußen auch an, auch wenn an allen Ecken noch Schnee liegt – dreckiger Schnee. Die Temperatur war die letzten Tage 5°C über dem Durchschnitt im ganzen Land.
Auch wenn ich deshalb nicht gerade da dran denke, aber es kamen n paar Fragen dazu: Wie zieht man sich bei -20°C und im besten Fall noch gutem Wind dazu an? Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, auch nicht viel anders als sonst. Im Normalfall ein paar dünne Socken, darüber ein Paar dickere Wollsocken, Schal um die Jacke am Hals ‘abzudichten’, Handschuhe, Mütze. Wenn man nicht nur zum Bus unterwegs ist dann noch eine lange Unterhose, aber dann hält man es auch mehrere Stunden draußen aus. Man muss aber beim Anziehen schon drauf achten dass man das T-Shirt luftdicht mit der Hose ‘verschachtelt’, die Handschuhe teilweise im Jackenärmel hat, die lange Unterhose zwischen die beiden Socken steckt. Aber das kennt man ja auch von zuhause. Naseputzen ist dann ne relativ dumme Sache, und ansonsten bewahrt man den Haustürschlüssel auch nicht mehr in der Jackeninnentasche auf, weil man dann ja um da heranzukommen die Jacke draußen aufmachen müsste. Weiterhin hatte ich immer erstmal einen leichten Hustenreiz bei -20°C und trockener Luft beim ersten Einatmen draußen gehabt, die LithiumIonenakkus vom Fotoapparat mochten das Wetter nicht so, festgetretener Schnee ist dann nicht mehr rutschig, man sollte nicht barfuß über Metallroste laufen weil diese anfangen zu kleben, wie auch das Eis selbst bei diesen Temperaturen, aber sonst eigentlich nichts Besonderes davon zu berichten.
Heute mal in eine deutsche Grammatik auf Finnisch reingeguckt, da kann man ja froh sein, dass man sowas nicht lernen muss.
Einmal ein Bild vom aktuellen Status unseres Eierkartonturms in der Küche, den wir Ende September angefangen haben. In letzter Zeit wuchs er aber nicht mehr so schnell, da unser Spanier ja Ende des Jahres ausgezogen ist und es somit keine Tortillas de patatas (oder wie man das auch schreibt) gibt, und in der Klausurzeit meinerseits auch ziemlich wenig an Kuchen gebacken wurde.
Ende letzter Woche ‘deutsches’ Kochen bei uns in der WG, auch wenn es zuerst angedacht war, dass das deutsch/finnisch Verhältnis ein wenig ausgewogener als 3:1 wäre. Die Sprachanteile liefen dann letztendlich auch in die Richtung wenn man großzügig ist. Ist manchmal garnicht so einfach vernünftiges Deutsch zu reden, halbwegs ohne irgendwelche stehenden Redewendungen und ohne massenhaft Füllwörter. Das ist einem sonst nicht sooo bewusst, auch wenn so manche email von mir Richtung Deutschland ja manchmal gewisse Struktur vermissen ließ. Maria kann ziemlich ausländerkompatibles Finnisch reden und erstaunlicherweise konnten die Finnischlernenden sich auch immer untereinander verständigen, obwohl wir alle verschiedene Lehrbücher verwenden.
Am Ende des Abends waren wir alle ziemlich fertig, sowohl von den Käsespätzle als auch halbwegs wirr im Kopf vom Finnisch-/Deutschsprechen.