Juni 2007


Was man nicht alles hört wenn man Leuten beim Umzug helfen soll ;-)

Aber so langsam geht’s besser mit dem Finnisch, heute mittag mit ca. 10 Leuten ausm Labor mittags in einem Restaurant/Imbiß am Arabiakauppakeskus gewesen und dort zum Beispiel auch eine Weile finnisch geredet. Funktioniert ganz gut, verleitet die Finnen dann hin und wieder wohl dazu einfach draufloszuplappern, womit ich dann doch einigermaßen gut Probleme habe …
Grillfeierbilder ausm Labor gibts übrigens mittlerweile auch.

Ansonsten letzte Woche wie auch diese Woche abwechlungsreiches und schönes Wetter … mal wieder auf meiner Laufstrecke gegen 10:

Zu Juhannus (Mittsommernacht + Feiertage) war ich auf Seurasaari, ansonsten war Helsinki praktisch leer. Straßen leer, Busse aber immerhin noch Sonntagsverkehr, nicht so wie in Tampere garnichts mehr. Aber auch Finnen hier am Wohnheim die anscheinend die Möglichkeit nutzen wollten um so billig an Fahrräder zu kommen. Auf die Frage ob ihnen helfen könne haben die aber leider nicht geantwortet und waren schnell weg :)

Auf Seurasaari gab es mehrere ‘Koko’, Mittsommernachtsfeuer, ein Programm mit Tanz, Theaterstück (größtenteils finnisch, das ging, aber ich kann kein schwedisch …), ein wenig Programm für Kinder, Tanz eines Hochzeitspaars dass mittags auf der Insel geheiratet hatte und abends dann die Feuer, wobei das größte von der Braut aus einem langen Kanu heraus auf einem Floß angezündet wurde. Das Hauptfeuer bestand aber komischerweise nur aus Nadelbaumzweigen und war entsprechend schnell wieder weg.
Rückweg zurück nach Kumpula war dann merkwürdig, kaum Autos auf den Straßen abgesehen von Polizeiautos.

Seit Samstag wieder nicht mehr alleine in der WG, Felix ist von seiner Finnlandtour wieder da.
Am Sonntag in Nuuksio, einem Nationalpark nahe Helsinki. Schön, erstaunlich hügelig und fast idiotensicher ausgeschildert.

Mal Bilder von meiner mittellangen Laufstrecke hier in Helsinki. Gestern abend gegen kurz vor 10 losgelaufen und dann locker wieder kurz vor 11 angekommen. (ungefähr die Strecke wie hier beschrieben.)

Erstmal an Vanhakaupunki vorbei …

… dann den Vantaajoki an der Westseite Richtung Norden …

Aber noch ein Schlenker durch den Wald dort, wenigstens ein bißchen Steigungen dort, und diesmal auch größere Tiere als Mücken, Vögel, Kaninchen, Füchse und Feldhasen …

… Blick Richtung Norden von der Brücke bei Oulunkylä, über die der Jokeri fährt. Der Umkehrpunkt auf meiner Strecke.


Und bei Vanhakaupunki wieder auf die andere Seite vom Vantaajoki und dann nach Hause.
Da sah es dann um halb eins übrigens so aus:


Helsinki ist halbwegs leer. Die meisten Finnen wohl auf/in ihren Mökkis oder irgendwo in einer der vielen Wälder/Strände/Parks in und um Helsinki. In der Metrostation in Sörnäinen habe ich auf dem Weg zu den Rolltreppen ganze 3 Menschen gesehen. In der Metro selbst dann doch noch ein paar mehr Leute, die meisten bis Itäkeskus.
Einer Mitstudentin aus dem Beschleunigerlabor sind am frühen Nachmittag dann noch ein paar Besoffene(männlich) teilweise in baywatchartigem Badeanzug begegnet – Sommer halt ;)
Ich lief gestern auf Vuosaari und Uutela rum, sozusagen die südöstliche Ecke von Helsinki, war vorher noch nicht da. Da gibt’s das höchste Haus Finnlands. Daneben der Metrobahnhof, der sehr schön hell und sauber erschien. Keine Fotos von da, ich dachte ich käme dahin eh wieder zurück ….

…. und einiges an Baustellen. Vom Stil her dem in Arabia ähnlich, vielleicht manchmal nicht ganz so ‘protzig’. Dafür schön am Wasser gelegen, direkt am Segelhafen, und direkt bei Uutela, einer Halbinsel mit vornehmlich Wald.

Auf Uutela gibt es verschiedene Arten von Kühen:

Auf Uutela auch noch ein bißchen am Strand gesessen und gelesen, aber so richtig gemütlich zum nur rumsitzen war es trotz Sonne noch nicht. Zumindest dort wo man nicht so windgeschützt ist.
Dann wieder über Vuosaari Richtung Westen, an Segelhafen und Vuosaarenranta entlang.


Dann nahm ich die erste Abzweigung nach Süden, obwohl ich das eigentlich nicht geplant hatte. Trotz schön …

Eine ‘Abbiegung’ weiter viele grillende Finnen und komischerweise viele Finnen/Finninnen in Anzügen und Kleidern, auf einmal war ich auf dem Hinterhof eines Hotels, da ich natürlich Trampelpfade gelaufen bin. Da dann doch schnell weg und weiter Richtung Südwesten, um mal wieder am Wasser rumzusitzen, Boote gucken und ein wenig schwedische Kinderliteratur auf finnisch lesen.

Von Rastila dann wieder nach Hause, einkaufen, laufen, … Wochenende.


Bilder mal wieder auch in der Gallerie.

Ich habe das Gefühl lange nichts mehr geschrieben zu haben, emails haben sich angehäuft … aber das ist nur eine Woche her dass ich hier das letzte mal was schrieb, und trotzdem ist der blogpost nun relativ lang geworden.  Nungut, da hier alles falschrum im Blog steht, also das neueste oben, werde ich das mal so weiterführen. (neue Galleriebilder)

Kullan Marien murre:
Zuzana blieb dann noch ungeplanterweise auch den Sonntag in Helsinki. Da sie kurz vor Weihnachten wegen ihrem Flug nicht mehr mit nach Seurasaari konnte, einmal dorthin (und ich war im Sommer auch noch nicht da), über Pasila, durch Westpasila, einen schönen Park und dann nach Seurasaari. Dort dank Sonntag ziemlich viele Leute, u.a. spielten eine ganze Gruppe ein komisches Spiel, irgendwie müssen wir nochmal rausfinden, was das ist. Sieht relativ grob aus, die Holzknüppel die da geschmissen werden scheinen einiges zu wiegen:

Nachtrag: Dank Maria ist jetzt wohl geklärt was das war: Kyykkä, bzw hier.
Dann zu Fuß runter bis zum Kaivopuisto, wo ein Konzert stattfand. Pmmp, Apulanta,  Hanna Pakarinen, Sunrise Avenue, 22 Pistepirkko jne.. Aber ich fand irgendwie durch die absolut nicht passende Musik zwischen den einzelnen Auftritten haben sie das irgendwie kaputtgemacht. Trotzdem interessant diesmal 60000 Leute im Park zu sehen.

Das links ist übrigens Felix. Muss man momentan vielleicht dazusagen …

It’s dark here!
Nach Mittagessen mit Antonia und Felix in der Stadt und nochmal ne Stunde schlafen, stand Zuzana vor der Tür. ‘Ihr Fahrer seine Schwester’ wohnte um die Ecke und da sie sich seine Lebensgeschichte angehört hatte, fuhr er dann anstatt von Kotka einige Dutzend Kilometer nach Norden halt mal eben nach Helsinki. Zuzana war auf dem Weg per Anhalter durch Finnland und kam da auch wieder in Helsinki vorbei.
Dann erstmal zusammen Picknick im Kaivopuisto, Blick über’s Meer und so, aber als die Sonne weg war wurde es doch kalt. Dann Felix und Antonia vor Kamppi getroffen um zusammen zum Tavastia zu gehen. Ich hatte vorher schonmal auf der Homepage der spielenden Bands geguckt und es für ziemlich ‘aggressiv’ befunden. Als wir ankamen waren Zuzan und ich ohne groß Diskussion sofort wieder draußen. Felix und Antonia blieben da. Die Parlamentstreppe anguckt und nur noch tote Blumen vorgefunden. Dafür dann noch am Finnlandiatalo, also ‘mitten’ in der Stadt eine große Kaninchenfamilie gesehen, und viele Leute auf den Wiesen nördlich davon. Im Apilanpuisto noch jonglierenden Leuten zuguckt, selber jongliert und wie es sich für Finnland gehört sich von Mücken stechen lassen (ca. 12 Stiche. Alle ich !?).
Wichtiger Punkt an Helsinki für Wahloululaisierinnen scheint zu sein dass es nachts dunkel ist. Halbwegs zumindest. Ich hab aber trotzdem doch mittlerweile hin und wieder das Problem ausreichend zu schlafen. Man kann halt nochmal von 11-12 draußen laufen gehen, ohne dass die Straßenlaternen an wären. Und auch wenn man eigentlich um 9 loswollte, lässt es sich somit gut vor sich herschieben … und man denkt lange es wäre noch nicht so spät. Und man wacht auch mal um 4 oder so auf weil einem die Sonne ins Zimmer scheint.

Opiskeletko sinä myös italiaa ?
Letzten Freitag ‘Grillijuhla’ im Beschleunigerlabor, bzw. eher dahinter, im Garten. Das Labor dürfte eines der wenigen Labore mit eigenem Garten, Dartboard und Mölkky sein. Das Ganze fing mittags um eins mit Vodka und schwedischen Saufliedern an, endete irgendwann später … für die meisten zwischen Mitternacht und 3 Uhr. Vier Studenten hatten sogar einige Lieder eingeübt, vorher, im Beschleunigerschacht in ca. 20m Tiefe. Hatte ich mich also doch nicht verhört. Nach viel Essen, Rhabarberkuchen (nicht laktosefrei, aber trotzdem gut), knalliger Sonne, einigen Runden Dart und Mölkky, vielen Liedern und viel Finnisch schlug der eine Prof vor nochmal Bier zu holen, und Siideri, schließlich war es kurz vor acht abends. Finnisch reden ging relativ gut, natürlich immer das Problem, dass wenn man mal was mit so großer Sicherheit versteht, dass es sinnvoll wäre dazu auch was zu sagen, man relativ lange überlegt und die anderen dann schon bei einem anderen Thema sind. Zumindest wenn man in einer Runde mit 5 Finnen (nicht ganz nüchtern) ist. Die überaschend relativ zahlreich vertretenden schwedisch-Finnen redeten dann doch irgendwie verständlicher, vielleicht auch einfach nur langsamer, und die paar ausländischen Studenten/Doktoranten redeten größtenteils Englisch, aber irgendwie hatte ich damit nicht so viel zu tun. Auf jeden Fall weiß ich jetzt halbwegs wer wo arbeitet usw … Einer der beiden Doktoranten mit denen ich primär zu tun habe wurde dann später am Abend auf dem Weg zu einer Karaokebar bei Olympiakylä irgendwie leicht … merkwürdig. Keine Lust auf Fertigstellung der Doktorarbeit, die Französin die auch eigenen Stücken nicht zum Grillen gekommen ist hätte er doch überreden können und die Messergebnisse sind eh alle scheiße. nunja. Nach 4 Stunden echter finnischer Karaokebar und noch ein wenig mehr finnisch dann nach Hause. Bestimmt noch über 15°C und so dunkel wie es halt momentan geht:

Mitstudent ausm Labor hat einige Bilder online gestellt: link

Pikkuruisen kaupungin laitamilla oli vanha, ränsistynyt puutarha …
Endlich mal wieder den Weg zur Bücherei gefunden. Diesmal mit Henkilötunnus (Personenkennziffer oder wie auch immer man das übersetzen will), aber hätte ich wohl nicht gebraucht. Ist jetzt natürlich die Frage ob ich das letzte Mal das falsch verstanden habe oder ob die wirklich nicht nur den Pass haben wollte, zumindest gab’s damals keine Anmeldung. Diesmal alles dabei. Stadtbücherei ist wie Unibücherei halbwegs automatisiert alles, man leiht Bücher selber aus, man gibt sie auch automatisiert zurück, da steht keiner mehr wie meistens in Deutschland der da Strichcodes einscannen darf. Erstaunlicherweise aber vielleicht doch eher mehr Personal als bspw. in Preetz.
War dann erstmal nur in der Kinderbuchabteilung. Dummerweise heißen die meisten Bücher natürlich anders, sodass ich Peterson und Findus nicht gefunden habe und der Autor mir auch erst auf dem Rückweg wieder eingefallen ist. Kalle Blomquist gab’s nicht, aber ‘Peppi pitkätossu’ in rauhen Mengen. Aber irgendwie komisch in der Kinderbuchabteilung rumzulaufen. Und vor den Rechnern sind die Stühle immer so klein …
Pasila im Sommer ist sogar irgendwie erträglich ;) doppelstöckige Fußwege sind schon was …

YTHS:
(Studentengesundheitsservice und so) Erst noch einen kurzfristigen Termin bekommen, das war telefonische eine Qual, die Krankenschwester konnte nicht viel Englisch. Und das nicht nur so gesagt, sondern war auch so. Dann dagewesen, Anmeldung diesmal komplett auf finnisch um Missverständnisse zu vermeiden (haha), und weiteren Termin die Woche drauf. Den hab ich dann vergessen, obwohl man ein Datum ja eigentlich nicht falsch interpretieren kann. Wieder angerufen, wieder dagewesen, aber der nächste Termin wäre im August. Ok, soviel dazu, aber dafür viel finnisch geredet. Aber irgendwie bin ich schon in Deutschland immer nervös wenn ich irgendwo in eine Arztpraxis muss, und dann noch auf finnisch … nunja. Sie hat mich verstanden.

Hiiri:
Grillen im Park bevor Maria sich auf den Weg nach Tampere machte. Das Bild ist natürlich wieder dadurch entstanden, dass wir anstatt ‘cheese’ ‘hiiri’ sagten, nur halt auf deutsch, also ‘Maus’. In finnisch sagt man da wohl teilweise ‘muikku’, und irgendwie kann ich mir nicht vorstellen dass das dann sonderlich besser aussieht als ‘Maus’. Aber gut. Und das finnisch/deutsch-Verhältnis mal halbwegs ausgeglichen – anzahlmäßig, sprachlich war das vielleicht weniger der Fall, Sirpa hat da manchmal ziemlich zu leiden ;)

Bild mal wieder von Antonia

… naja, nicht wirklich. Aber da mehrere Leute danach fragten, wirklich dunkel ist es nicht, Zeitunglesen würde vermutlich anstrengend sein (ist es auf finnisch sowieso), aber ginge wohl noch. Bild ist von 0:50 Blick aus meinem Fenster Richtung Nordosten.

Ansonsten war heute(also gestern) ein eher fauler Tag, ein wenig finnisch gelernt, und das erste Mal Spargel gekocht/gebraten hier. Habe aber keinen ’kotimainen parsa’ gefunden, vermutlich ist dem das hier wohl zu kalt. Die email mit den Rücksendeanweisungen für meinen Garantiefall (Notebookakku) immer noch nicht genau übersetzt, die ist hässlich und abschreckend, vermutlich wäre es auf deutsch ja auch nicht anders. Warum können die nicht so ein Finnisch schreiben wie Maria ;)

Heute ist hier offizieller Abiturzeugnistag gewesen oder so, deshalb viele Finnen mit weißen Mützen und entsprechenden Alkoholpegeln unterwegs. Am Strand entsprechend auch viele dergleichen, in den Schlangen vor den Clubs wohl aber doch mehr.
Mittags heute mal wieder im Fotomuseum in Ruoholahti …

Die Brasilianerin hatte eine Guitarre dabei und Felix wurde diese halbwegs ungefragt in die Hand gedrückt, halb zehn.

Gegen halb 11 war die Sonne dann auch weg und es wurde merklich kälter, bzw. man merkte eher dass es die ganze Zeit schon 13°C waren … Zeit für den Rückweg.

Die Möven und Pfandflaschen-/-dosensammler machten sich über die Hinterlassenschaften der meist ziemlich Besoffenen her.

Free counter and web stats