Februar 2008


hmja, was mache ich gerade so. Prinzipiell für meine Nebenfachdiplomprüfung im April lernen, wobei ich da aber irgendwie gerade froh sein kann wenn ich mehr als 3 Stunden pro Tag schaffe und auch dann habe ich das Gefühl irgendwie nichts mitzunehmen. Naja, normal so, vermutlich.
Im Wohnheim bekomme ich wohl zwei neue Mitbewohner. Einer ist schon ausgezogen, das Badezimmer steht jetzt morgens nicht mehr unter Wasser :)
Und Kuchen gebacken muss natürlich auch:

Ansonsten haben wir hier vor fast 2 Wochen mal mit ein paar Mitstudenten und 2 der Erasmusfinnen hier in Heidelberg Piroggen gemacht (deswegen da auch das Piroggenrezept nochmal im Blog), Sima getrunken und Bilder geguckt. Die Bilder zu sortieren war viel Arbeit und irgendwie bei 700 oder 800 ging dann garnichts mehr auszusortieren, die waren alle wichtig, irgendwie. Und die Bilder aus Moskau, St. Petersburg, Tallinn, … hatte ich vorsichtshalber schon vorher rausgeschmissen, Bilder von den Reisen danach glücklicherweise garnicht erst angefasst.
Letztes Wochenende sind hier in Heidelberg die ersten ‘neuen’ Austauschstudenten für’s Sommersemester angekommen und durften sich am Samstag für einen vorbereitenden Deutschkurs anmelden. 2 andere von der Organisation die hier u.A. ein wenig Exkursionen und sowas für die organisiert und ich sammelten emailadressen. War mal wieder lustig die zu sehen, Teilweise sehr vorsichtig, neugierig, überdreht, alles zusammen. So wie die EILC Gruppen die ich im Sommer 2007 auf einigen Exkursionen begleitet hatte, ohne Probleme von weitem zu erkennen als solche :P Wetter war richtig gut, in der Sonne war ein Pullover schon zuviel.
Letzten Dienstag hier abends Regen, und dabei irgendwas über 10°C, fühlte sich an wie Sommerregen, hat mich richtig gefreut, irgendwie, dazu fängt alles an zu blühen.
Sonst letztes Wochenende noch aufnem Konzert im Jazzhaus gewesen, Hotel Bossa Nova, schön. Insbesondere die Fado-artigen Lieder.

Ansonsten Mitte März wohl nochmal in den Norden (halber Norden aber, wie ein Mitstudent meinte *g*). Hoffe das wird was mit dem Lernen bis dahin.

Der Neckar direkt vor der Tür:

PS: die “frau mit’m igel” hat’n manchmal ganz lustiges blog (suomeksi).

Wegen allgemeinem Interesse, auch wenn Rezepte dafür eigentlich überall und in allen möglichen Sprachen zu finden sind …

Karelische Piroggen

1 Glas entspricht guten 200ml. Menge ist ausreichend für 2 Bleche. Zusammen mit einer Schüssel Salat reicht das knapp für 6 Leute.

Teig:
2 Gläser Roggenvollkornmehl
1 Glas Weizenvollkornmehl
1 TL Salz
1 Glas Wasser

Füllung:
4 Gläser Milch oder Wasser aufkochen
1 TL Salz
~50g Butter
(optional einige geriebene Mohrrüben)
dann ein Glas Milchreis unterrühren und das ganze dann am besten auf der ausgeschalteten aber halt immer noch warmen Herdplatte einige Stunden stehen lassen. zwischendurch hin und wieder mal durchrühren.

(Oder auch Kartoffelbrei, am besten mit etwas Butter)

Teig in Rolle mit ca. 3cm Durchmesser formen und für eine Pirogge jeweils ca. 6-7mm abschneiden, den Teil dann ausrollen (sodass man die 7 Kirchtürme Helsinkis dadurch sehen kann ;) ), und immer genügend mit Roggenmehl von beiden Seiten bestreuen damit der Teig nicht anklebt. Einen guten Esslöffel Füllung in die Mitte tun, von links und rechts den Teig auf die Füllung drauffalten und dann von der Mitte ausgehend mit den Zeigefingern auf beiden Seiten den Teig so zusammenziehen dass eine Struktur entsteht wie auf dem Bild zu sehen ist.

Bei ca. 225-250°C backen bis sie gut aussehen (ca. 10min) und danach dann noch ein wenig Butter in heißem Wasser schmelzen und damit die Piroggen einpinseln. Letzteres dient dazu dass der Teig weicher wird, ansonsten ist er doch sehr hart und man kann sich damit erfahrungsgemäß gut verletzen.

Optional zum Essen dann noch Butter-Ei Mischung dazu, gekochte Eier und Butter (und manchmal auch noch Hüttenkäse) klein zerdrückt und vermischt.

Letztes Wochenende war der phil hier, zusammen mit V., quasi seiner Handyträgerin um Kommunikation zu erleichtern ;)  u.a. bei der ursprünglichen Idee des Besuchs, Überraschungsgast auf der Geburtstagsfeier einer ehemaligen Mitbewohnerin aus dem Domus in Hki.

Mein Zimmer ist groß genug für 3 Leute – zumindest wenn man vorher ansatzweise aufgeräumt hat :)

Bei richtig gutem Wetter natürlich auch Touriprogramm, einmal Heiligenberg, Thing-Stätte, Klosterruinen, …

Mal wieder richtig zivilisiertes Frühstück … und das erste mal wohl überhaupt: Blumen auf dem Küchentisch!

Schlossgarten mit finnischen Piroggen bei Sonnenschein und sommerlichen +13°C.

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