Hämeenlinna


Letzten Sonntag noch in Hämeenlinna. Auf dem Rückweg aus Tampere ist mir eingefallen, bzw. toni erzählte von ihrem aufenthalt dort, dass ich da noch hinwollte. Wetter war nicht so toll, ich hatte allerdings auch mit leicht besserem Wetter gerechnet. Aber manchmal kann man fmi.fi doch vertrauen.

Einmal quer durchs ‘Stadtzentrum’ und dann doch irgendwie gleich zur Linna. Die Stadt hat mich irgendwie an Oulu erinnert, die Blumen, die Strassenbreite, die Holzhäuser am Rand der ‘Innenstadt’.

Zwischendurch auch mal ein wenig Sonnenstrahlen. Dann aber erstmal in die Burg ins Museum. Mit Wörterbuch bewaffnet (mit Wörterbuch vor einer Tafel im Museum stehen – man kommt sich irgendwie dumm vor) da durchgelaufen, teilweise einer finnischsprachigen Führung angeschlossen, aber das war nicht so einfach. Auf schwedisch hätte man es auch haben können. Bis auf kleine Teile der Ausstellungen war alles auf schwedisch oder finnisch, die Schilder waren aber ganz gut zu lesen – auch wenn nach spätestens 45 Minuten die Motivation und Konzentrationsfähigkeit deutlich nachlässt.
Viele deutsche Touristen waren auch da. So manchmal hätte ich einige von denen ja mal am liebsten zusammengefaltet, seit Altenheim kann ich das ja, so ein Scheiss was die da teiwleise von sich gegeben haben, teiwleise ernsthaft Passanten beleidigt, vermutlich meist im Glauben es verstände sie sowieso keiner. Wenn die wüssten wieviele Finnen deutsch in der Schule gehabt haben. Aber irgendwie wollte ich mich dann nicht auch als Deutscher zu erkennen geben. Naja, Dummvolk gibts überall ;-)

Blick aus dem obersten Stockwerk des Schlosses. Um den See auf der rechten Seite bin ich später dann noch herumgelaufen.

Nach dem Museum in dem Schloss, über die Geschichte des Schlosses, einen Münzschatz, der Umgebung von Hämeenlinna, jne, war ich dann noch gegenüber im alten Gefängnis von Hämeenlinna, das bis 1992 genutzt wurde.
Wenn man da reingeht geht man den Weg den auch die Gefangenen gingen. Durch eine tiefe Tür, auf Metallplatten, durch einen Metalldetektor der natürlich piept und dann irgendwann kann man sich auch sein Ticket kaufen. In den Zellen sind teliweise Originaleinrichtungsgegenstände oder auch konfiszierte Dinge wie Strickleitern, Strichholzschachteln mit doppeltem Boden, Handies, usw. zu sehen. Auch gibt es einzelne Zellen in denen über den Lebenslauf einiger Insassen berichtet wird, ein Teil der Ausstellung widmet sich der Gefängnisaufseher, ein anderer der Arbeit der die Häftlinge nachgehen konnten. Schon irgendwie ein komisches Gefühl in die Zellen reinzugehen und sich dann auf den 3-4qm sich da die Vitrinen anzugucken.
Eine Sauna gabs natürlich auch. Wärter gingen da nicht mit rein, war nach Beschreibung auch ein Ort um Streitigkeiten zu schlichten. Wie im Wohnheim, einmal pro Woche Sauna ;)

Als ich mich dann auf den Weg um den See machte, bekam ich einen Anruf auf mein Handy aus Portugal, damit hatte ich im ersten Moment überhaupt nicht gerechnet. aber irgendwann hatte ich mich mal bereiterklärt zwei Mitstudenten von Rita, einer portugisischen Mitstudenten aus dem Sprachkurs in Oulu, bei mir übernachten zu lassen. Sie sagte sie seien auf dem Weg nach Helsinki und würden abends ankommen. Naja, passte doch irgendwie, die mussten halt auf mich warten, aber dafür durften sie ja umsonst bei mir wohnen.

Morgen werde ich eine Gruppe von Austauschstudenten zum finnischen Parlement führen, wo wir dann an einer Führung teilnehmen. Ist Teil des Intensivsprachkurses hier in Helsinki, sowas wie ich auch letzten August in Oulu mitgemacht habe. Da die noch Leute suchten habe ich mich mal bereiterklärt, au+erdem war ich selber noch nicht im finnischen parlament, bis jetzt, von daher eine gute Möglichkeit da mal hinzugehen.

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