Rovaniemi II

Wir waren für 2 Tage in Rovaniemi, mit dem Bus erstmal von Oulu knappe drei Stunden über Kemi grob Richtung Norden. Das erste was wir uns in Rovaniemi angeguckt haben war die Sommerresidenz des Weihnachtsmann ;) … eine perverse ‘Touristenattraktion’, aber keine Reisegruppen von Japanern zu sehen. Im Sommerhaus konnte man für viel Geld mit dem Weihnachtsmann ein Gruppenfoto machen lassen, vor der Tür hingen Bilder von demselben mit irgendwelchen Majestäten (die ich natürlich nicht zuordnen konnte), irgendwelchen Sportlern, den SpiceGirls, usw. Dann gabs da noch einiges an Souveniershops und ein Postamt, in dem Menschen mit roten Hüten arbeiteten, in einer Ecke die Post an den Weihnachtsmann nach Ländern sortiert in einem Regal lag. Das ganze ist gleich nahe des Flughafens, den ich aber überhaupt nicht von da gesehen habe, und direkt auf dem Polarkreis.
Nach dieser ‘Attraktion’ gings ins Arktikum, eine Forschungseinrichtung der Universität von Lappland, Restaurant und Museum um erst einmal Rentierfleisch auf Kartoffelbrei zu essen. Nach anfänglicher Skepsis schien es allen recht gut zu schmecken, und auf dem Rückweg am nächsten Tag gabs das noch einmal, und fast jeder aß davon. Schmeckt angeblich ähnlich wie Wild, zumindest ist es sehr fettarm.
Dann Museum angucken, Geschichte von Rovaniemi, einige Informationen über die Saami. Nur die Hälfte des Museums war wegen Renovierungsarbeiten geöffnet, aber das war auch ganz gut so, so war es möglich das Gefühl zu haben das meiste mitgenommen zu haben, und nicht total am Ende zu sein als wir das Museum Richtung Rentierfarm verließen. Dort gabs dann erstmal ein wenig Touri-Saami-Schamanentum zu beobachten, wir wurden mit ‘Messerschnitten’ und schwarzen Holzkohlestrichen auf der Stirn von bösen Geistern befreit, wobei letzteres danach in der Fußgängerzone von Rovaniemi bestimmt einige verwirrte Blicke auf uns zog. Danach noch Rentiere füttern und streicheln, die das allerdings offensichtlich nicht so toll fanden, bevor wir einige Zeit durch die Stadt liefen. Nicht sonderlich hübsch, relativ klein. Dennoch die größte Stadt Europas – flächenmäßig. In der Mitte der Stadt wurde ein zentraler Platz in Lordiplatz nach dem european song contest umbenannt, die kommen von dort.
Das Pesäpallospiel verlief für unser Team sehr erfolgreich, interessant war dabei wie beide Teams mit den Namen der Orte der Kurse angefeuert wurden. Keine 3 Wochen in der jeweiligen Stadt und schon Lokalpatrioten ;)
Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz in Hütten zu jeweils 4 Leuten. Mit 2 Saunen direkt unten am See, war sehr schön, insbesondere da es windstill war und der See somit ziemlich glatt. Gegen halb 12 waren dann alle am Grill, Makkara grillen, sonst irgendwas essen, viel trinken (nach Sauna), ein wenig Nordlicht war zu sehen.

Nächsten Tag ging nach morgentlichem Schwimmen im See für einige wenige Verrückte in den Zoo von Ranua. Man geht dort quasi durch den Wald und es gibt eine Menge großer Gehege, also eher Wildpark als Zoo.
Dann zum Mittagessen wie gesagt Rentierfleisch oder Elchgulasch mit Kartoffelbrei ( oder auch was vegetarisches ) mit Brot ( wie immer in Finnland ), als Nachtisch Sahnecreme und Kaffee, der für finnische Verhältnisse richtig gut war. Die Weiterfahrt nach Oulu durch Wald, Wald und hin und wieder auch Wald wurde von den meisten Teilnehmern des Kurses und auch einer Tutorin, der Organisatorin und einer Finnischlehrerin schlafenderweise verbracht, teilweise auf dem Boden des Busses.

Abends ‘zuhause’ in Oulu hab ich erstmal ausprobiert wie es ist nach dem Laufen mal in die Sauna zu gehen. War sehr gut, auch wenn ich nur ca. 25 Minuten in der Sauna war, aber beim Laufen vorher hat man ja auch schon n Stück geschwitzt. War auf jeden Fall gut :)

Bilder siehe unten bzw direkt in Gallerie.

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